Qualifikation für die Zwischenrunde der Deutschen Schachinternetmeisterschaft

Sebastian Müller qualifiziert sich für die Zwischenrunde der DSIM 2021. Dort warten unter anderem 4 Großmeister, 15 Internationale Meister und 26 Fidemeister.

Mit etwas Glück habe ich mich in der 4. Vorrunde der Deutschen Schachinternetmeisterschaft für die Zwischenrunde qualifiziert.

Nach meiner Teilnahme in der 2. Vorrunde mit einem durchwachsenem Ergebnis von 50% kam ich in der 4. Vorrunde mit 6,5 aus 11 auf den 40. Platz von 190 Teilnehmern. Da einige Qualifizierte aus anderen Vorrundenturnieren schon einen Platz in der Zwischenrunde sicher hatten, rückten einige Teilnehmer auf die Qualifikationsplätze vor - darunter auch ich.

Die Zwischenrunde findet am 5. Juni ab 15 Uhr statt. Bedenkzeit ist, wie bei den Vorrunden 3 min + 2 sek je Zug, also Blitz.

Nach 13 Runden qualifizieren sich dort die 8 Besten für das Finale der Deutschen Schachinternetmeisterschaft am 13. Juni.

Ich befinde mich auf der Meldeliste derzeit auf Platz 104 von 114, es sind also über 100 Spieler in dem Turnier nominell stärker als ich, darunter 4 Großmeister (GM), 15 Internationale Meister (IM) und 26 Fidemeister (FM). Siehe auch: https://www.schachbund.de/dim2021/articles/dim2021-zwischenrunde.html

Mein Ziel ist mich so teuer wie möglich zu verkaufen. Einige Ehrentreffer möchte ich schon landen, z.B. gegen einen GM/IM und zwei FM. Mal sehen, ob das klappt.

Traditionell gehöre ich eher zu den schlechten Blitzspielern, obwohl ich 2006 und 2010 die Vereinsmeisterschaft in der Disziplin Blitzen errungen habe. Aber häufig habe ich eine Stellung vor mir, in der ich gerne mal eine halbe Stunde darüber nachdenken würde, was wirklich los ist auf dem Brett. Dass dann eine Entscheidung innerhalb weniger Sekunden zu treffen ist, schmerzt mich immer wieder.

Folgend die Analyse einer Partie aus der 4. Vorrunde gegen Marko Maksimovic. Trotz einiger Fehler ist dies einer meiner besten Partien aus dem Turnier und ich wäre nicht verwundert, wenn diese so auch mit längerer Bedenkzeit zustandegekommen wäre.

Ich will folgende Dinge zeigen:

  1. Die Analyse einer Blitzpartie macht Sinn
  2. Endspiele im Blitz sind erst durch den Zuschlag von 2 Sekunden pro Zug richtig spielbar geworden
  3. Trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) der Fehler von beiden Seiten kann man was aus dem entstandenen Endspiel in der Partie lernen

 

 

Mein Bericht zur Zwischenrunde ist Mitte Juni zu erwarten, egal wie ich abschneide.

Ich freue mich auf die starke Gegnerschaft!

Sebastian Müller

 

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